Mann zu 15 Jahren Haft verurteilt für geplanten Taylor-Swift-Anschlag

Ein Urteil nach fast zwei Jahren

Musik bringt Menschen zusammen – sie ist ein Ausdruck von Freude und Gemeinschaft. Doch manchmal müssen genau diese Momente des Zusammenkommens abrupt gestoppt werden, um eine Katastrophe zu verhindern.

Fast zwei Jahre nach einem erschütternden Sicherheitsvorfall rund um eine der größten Musiktouren der Welt hat ein österreichisches Gericht nun sein Urteil gesprochen. Ein Regionalgericht in Wiener Neustadt verurteilte einen 21-jährigen Mann zu 15 Jahren Gefängnis.

Wer ist der Verurteilte?

Der Angeklagte wird gemäß österreichischen Datenschutzregeln lediglich als Beran A. identifiziert. Er stand wegen mehrerer schwerwiegender Anklagepunkte vor Gericht, die alle im Zusammenhang mit einem verhinderten Terroranschlag in der Hauptstadt stehen.

Kurz vor der Urteilsverkündung richtete er einige wenige Worte an das Gericht. „Ich möchte nur sagen, dass es mir leid tut“, erklärte der junge Mann vor den Geschworenen.

Die abgesagten Konzerte in Wien

Das geplante Attentat zielte auf Taylor Swifts Konzerte im August 2024 ab – Teil ihrer weltweit gefeierten Eras Tour. Zehntausende Fans waren eigens nach Wien gereist, um ihre Ikone live zu erleben.

Als die Behörden den Plan aufdeckten, wurden die Veranstaltungen sofort abgesagt. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Angeklagten stellte die Polizei offenbar Bombenbaumaterial sicher – und das nur einen einzigen Tag vor dem ersten geplanten Konzertabend.

Taylor Swift selbst äußerte sich tief bewegt über die Ereignisse. „Die Absage unserer Wiener Konzerte war am Boden zerstörend“, schrieb sie in einem Instagram-Beitrag.

Verbindungen zu einer Terrororganisation

Die Sängerin beschrieb außerdem die emotionale Last, die sie seitdem trägt. „Der Grund für die Absagen erfüllte mich mit einem völlig neuen Gefühl der Angst – und mit einem enormen Schuldgefühl, weil so viele Menschen für diese Konzerte extra angereist waren“, fügte Swift hinzu.

Die Staatsanwaltschaft warf Beran A. vor, in direktem Kontakt mit Mitgliedern der Terrororganisation Islamischer Staat gestanden zu haben. Laut den Anklägern soll er besprochen haben, Waffen zu beschaffen und Sprengvorrichtungen zu bauen, um diese gezielt vor dem Stadion einzusetzen.

Ein weitreichendes Netzwerk

Das Verfahren umfasste noch einen weiteren Angeklagten, bekannt als Arda K., der zu einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren verurteilt wurde. Eine dritte verdächtige Person befindet sich derzeit noch in Saudi-Arabien in Haft.

Beide verurteilten Männer wurden der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung für schuldig befunden. Zusätzlich erging ein Schuldspruch wegen Reisens zu terroristischen Zwecken.

Weitere Anklagepunkte und offene Fragen

Das Gericht befand die beiden Männer darüber hinaus der Beihilfe zum versuchten Mord schuldig. Dieser Anklagepunkt steht in direktem Zusammenhang mit dem dritten Verdächtigen, dem vorgeworfen wird, in Mekka einen Sicherheitsbeamten mit einem Messer angegriffen zu haben.

Im Laufe der Ermittlungen verlagerte Beran A. seinen Fokus schließlich wieder auf sein Heimatland. Seine Anwältin teilte der Presse mit, dass sie das Urteil in Kürze eingehend mit ihrem Mandanten besprechen werde.

Author

  • Anja Klein ist eine professionelle Journalistin und Fotografin, die ihr Hobby zu einem groß angelegten Medienprojekt ausgebaut hat. Sie kaufte einen typischen deutschen „Klassischen Schrebergarten“ (ein kleines Mietgrundstück innerhalb der Stadtgrenzen) und dokumentiert seitdem jeden Schritt seiner Umgestaltung. Ihr Blog vereint visuelle Inspiration mit akribischer Praxis.

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