Lidl stellt 3-in-1-Bodengerät vor: saugt, wischt und trocknet für einen Bruchteil des Konkurrenzpreises

Ein einziger Durchgang statt drei Arbeitsschritte – das verspricht das neue Gerät von Lidl

Lidl bringt ein Reinigungsgerät auf den Markt, das auf einer bestechend einfachen Idee basiert: Eine einzige Überfahrt über den Boden ersetzt drei separate Arbeitsschritte. Der Discounter, den die meisten vor allem als günstigen Lebensmittelhändler kennen, dringt immer selbstbewusster in die Welt smarter Haushaltsgeräte vor.

Das neueste Beispiel ist ein akkubetriebenes Gerät der Marke Silvercrest, das die Funktionen eines Staubsaugers, eines Wischmopp und eines Wasserwischers in einer kompakten Konstruktion vereint. Diese Kategorie wächst schneller als die meisten anderen Segmente der kleinen Haushaltselektronik.

Das Gerät richtet sich besonders an Haushalte mit Kleinkindern, Haustieren oder hellen Böden, auf denen jede Krume sofort sichtbar ist. Experten für Haushaltsgeräte bestätigen, dass kombinierte Geräte dieses Typs zu den dynamischsten Produktkategorien überhaupt gehören.

Eine traditionelle Bodenreinigung umfasst mindestens drei Phasen: zunächst Staubsaugen, dann Wischen mit einem Wassereimer und schließlich Trockenwischen. Das neue Silvercrest-Modell reduziert diese gesamte Abfolge auf einen einzigen Durchgang. Für viele Haushalte bedeutet das eine spürbare Zeitersparnis sowie weniger Schleppen schwerer Eimer und weniger Kabelgewirr.

Wie das System mit zwei getrennten Tanks funktioniert

Das Herzstück der Konstruktion sind zwei separate Behälter. Der erste Tank mit einem Volumen von 600 Millilitern nimmt sauberes Wasser mit einem optionalen Reinigungsmittel auf. Der zweite Behälter mit einer Kapazität von 450 Millilitern fängt das Schmutzwasser zusammen mit Staub- und Schmutzresten auf.

Diese Anordnung verhindert, dass das Gerät den Dreck auf dem ganzen Boden verteilt – genau das passiert bei einem klassischen Wischmopp, wenn das Wasser nach kurzer Zeit immer trüber wird. Beim Silvercrest-Modell gelangt stets frische Flüssigkeit auf die Wischwalze, und sämtlicher Abfall wird sofort in den separaten Behälter abgesaugt.

In der Praxis füllt man einfach den größeren Tank am Wasserhahn, gibt etwas Reinigungsmittel hinzu, schiebt den Behälter in das Gerätegehäuse und legt los. Nach dem Reinigen kippt man den Inhalt des Schmutzwassertanks in den Ausguss. Das ist der einzige Kontakt mit Schmutz, der dabei anfällt.

Die technische Lösung mit zwei getrennten Tanks übernimmt ein Prinzip, das üblicherweise bei professionellen Reinigungsmaschinen in Einkaufszentren oder Flughäfen eingesetzt wird. Hersteller von Haushaltsgeräten übertragen es schrittweise in kompaktere Versionen für normale Wohnungen.

  • Frischwassertank: 600 ml – reicht für die Reinigung einer Standardwohnung
  • Schmutzwassertank: 450 ml – einfaches Entleeren unter dem Waschbecken
  • Kein Eimer – Wasser wird direkt im Gerät nachgefüllt
  • Weniger Schmutzberührung – kein manuelles Auswringen von Tüchern oder Mopps
  • Schnellere Vorbereitung – kein Eimerschleppen zwischen den Zimmern
  • Hygienischere Lösung – sauberes und schmutziges Wasser vermischen sich nie

ECO- und MAX-Modus – wann welcher sinnvoll ist

Das Gerät verfügt über zwei Betriebsmodi: ECO und MAX. Das ist kein leerer Marketingtrick, sondern ein tatsächlich unterschiedliches Verhalten des Geräts bei der Reinigung.

Der ECO-Modus ist ideal für die tägliche Bodenpflege – das schnelle Entfernen von Krümeln nach dem Abendessen oder von Pfotenstapfen des Hundes. Er verbraucht weniger Akkuleistung und arbeitet leise. Man kann ihn problemlos abends beim Fernsehen nutzen oder dann, wenn ein Kleinkind in der Wohnung schläft.

Der MAX-Modus entspricht einer gründlichen Grundreinigung, bei der jeder Fleck restlos beseitigt werden soll. Das Gerät arbeitet mit höherer Leistung, befeuchtet den Boden intensiver und saugt Schmutz stärker ab. Er eignet sich überall dort, wo sichtbare Spuren oder eingetrockneter Schmutz vorhanden sind.

Die Wahl zwischen beiden Modi hängt vom Bodentyp und dem Verschmutzungsgrad ab. Experten empfehlen, mit ECO zu beginnen und nur bei sichtbaren Flecken oder nach einer längeren Reinigungspause auf MAX umzuschalten.

Akku statt Kabel – was das in der Praxis wirklich bedeutet

Silvercrest setzt auf kabellose Stromversorgung. Im Inneren arbeitet ein Lithium-Ionen-Akku mit einer Spannung von 22,2 Volt und einer Kapazität von 4.000 Milliamperestunden. In der Praxis bedeutet das: Die gesamte Wohnung lässt sich reinigen, ohne in jedem Zimmer nach einer Steckdose suchen zu müssen.

Die Abwesenheit eines Kabels verändert die Art, wie man das Gerät nutzt, grundlegend. Wenn ein Kind etwas verschüttet, der Hund Schlamm hereinbringt oder man im Gegenlicht Schlieren auf dem Boden entdeckt, greift man einfach zum Griff und legt los – ohne Stecker umzustecken oder Kabel zu entwirren.

Das Einzige, worauf man achten sollte, ist regelmäßiges Aufladen – am besten direkt nach dem Reinigen. Diese Gewohnheit stellt sicher, dass das Gerät für unerwartete Notfalleinsätze stets bereit ist, etwa wenn Saft über den gesamten Flur verschüttet wird. Lithium-Ionen-Akkus haben keinen Memory-Effekt, sodass häufiges Aufladen ihnen nicht schadet.

Marktforschungen zeigen, dass kabellose Bodengeräte zu den gefragtesten Kategorien kleiner Haushaltsgeräte zählen. Hersteller berichten, dass allein das Fehlen eines Kabels die Nutzungshäufigkeit im Vergleich zu herkömmlichen kabelgebundenen Modellen um bis zu vierzig Prozent steigert.

Automatische Selbstreinigung – weniger Schmutzarbeit nach dem Putzen

Viele Menschen lehnen aufwendigere Reinigungsgeräte aus einem einzigen Grund ab: Der Gedanke an eine langwierige Gerätereinigung nimmt ihnen jede Freude an der Nutzung. Die Konstrukteure von Silvercrest haben dieses Problem mit einer automatischen Spülfunktion gelöst.

Nach Abschluss der Reinigung stellt man das Gerät auf die Basisstation, gibt etwas sauberes Wasser hinzu und startet den Vorgang. Das Gerät spült die Walze und die internen Kanäle selbstständig durch und entfernt Schmutzreste. Dem Benutzer bleibt nur das Entleeren des Schmutzwasserbehälters und das kurze Abwischen der am stärksten beanspruchten Teile.

Ein solches System macht für jeden einen großen Unterschied, der keine weiteren fünfzehn Minuten damit verbringen möchte, das Gerät selbst zu schrubben. Je weniger Rituale nach dem Putzen anfallen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, das Gerät tatsächlich regelmäßig zu nutzen – und nicht hinten im Schrank verschwinden zu lassen.

Die automatische Spülfunktion nutzt sauberes Wasser, das in eine spezielle Öffnung an der Basisstation gegossen wird. Die Wischwalze dreht sich und wird gleichzeitig von einem Wasserstrom umspült, der Schmutzreste in den Abfallbehälter befördert. Der gesamte Vorgang dauert etwa drei bis fünf Minuten.

Preis und Marktpositionierung im Vergleich zur Konkurrenz

Lidl hat dieses Modell auf dem italienischen Markt mit 149 Euro bepreist, was es ungefähr in die Mitte des Angebots einordnet. Es ist weder das günstigste Gadget aus dem Regal an der Kasse, noch ein Premiumgerät für mehrere hundert Euro.

Die Strategie liegt auf der Hand: Ein Gerät mit Funktionen anbieten, die an teurere Marken erinnern, dabei aber noch ins Budget einer normalen Familie passen. Für viele Kunden ist das der ideale Kompromiss zwischen dem Wunsch nach bequemer Bodenreinigung und der Abneigung, für ein Logo auf dem Gehäuse draufzuzahlen.

  • Grundpreis: 149 Euro auf ausländischen Märkten
  • Preissegment: mittleres Segment
  • Verkaufsart: zeitlich begrenztes Aktionsangebot bis zum Ausverkauf
  • Marke: Silvercrest (Eigenmarke von Lidl)
  • Verfügbarkeit: typischerweise einige Tage nach Aktionsstart
  • Konkurrenz: vergleichbare Geräte kosten 200 bis 400 Euro
  • Garantie: standardmäßige Garantiebedingungen von Lidl

In Deutschland kann der Preis leicht abweichen. Auf Basis bisheriger Lidl-Aktionen ist jedoch zu erwarten, dass das Gerät als zeitlich begrenztes Angebot bis zum Lagerausverkauf erhältlich sein wird. Dieses Modell ist bei Silvercrest-Produkten bestens bekannt – ähnliche Geräte verschwinden aus den Regalen oft schon wenige Tage nach Aktionsbeginn.

Für wen macht dieser Wisch-Sauger am meisten Sinn

Familien mit Kleinkindern werden die Möglichkeit schätzen, verschüttete Getränke, Krümel oder Knetmassereste in der Küche blitzschnell zu beseitigen. Die einfache Handhabung ermöglicht es, Unordnung aufzuräumen, bevor sie eintrocknet.

Tierbesitzer erhalten einen zuverlässigen Helfer gegen Tierhaare, Sand aus dem Katzenklo oder Schlamm von Spaziergängen. Da das Gerät gleichzeitig saugt und wischt, werden Tierhaare nicht einfach auf dem feuchten Boden verteilt. Menschen im Homeoffice nutzen die Möglichkeit, den Boden schnell zwischen Online-Meetings zu reinigen – ohne Eimer aufzufüllen und Kabel auszurollen.

Wohnungen mit großen Flächen aus Laminat oder Fliesen sind das ideale Einsatzgebiet für diesen Gerätetyp. Je weniger Teppichfläche vorhanden ist, desto wichtiger wird die Nassreinigung – und genau dort spielt das 3-in-1-System seine Stärken voll aus. In Haushalten mit überwiegend dicken Teppichen und textilen Bodenbelägen greift man besser zum klassischen Aufrechtstaubsauger.

Experten für Haushaltsausstattung weisen übereinstimmend darauf hin, dass kombinierte Geräte am besten auf glatten Oberflächen funktionieren – Keramikfliesen, Vinyl, Laminat oder lackiertem Holz. Auf Teppichen und Läufern dienen sie eher als Ergänzung zum herkömmlichen Staubsaugen.

Worauf man vor dem Kauf achten sollte

Trotz des attraktiven Alles-in-einem-Konzepts lohnt es sich, den Kauf nüchtern zu betrachten. Gewicht und Wendigkeit sind bei Geräten mit eingebauten Tanks in der Regel höher als bei einem klassischen Wischmopp. Prüfen Sie im Vorfeld, ob Sie mit einem solchen Gerät problemlos hantieren können.

Trotz der automatischen Reinigungsfunktion erfordert die Pflege eine gewisse Aufmerksamkeit. Tank und Walze müssen gelegentlich von Hand gereinigt werden, besonders wenn stark verschmutzte Böden gewischt werden. Der Geräuschpegel im MAX-Modus kann merklich höher sein – das sollten all jene berücksichtigen, die empfindlich auf Lärm reagieren.

Der Bodentyp spielt bei der Kaufentscheidung eine entscheidende Rolle. Bei Naturholzböden sollte man vorab prüfen, ob der Hersteller den Einsatz dieser Wassermenge empfiehlt. Lackierte oder gewachste Parkettböden können feuchtigkeitsempfindlich sein. Für viele Nutzer wird auch der Umstieg von der bisherigen Putzroutine selbst eine wesentliche Änderung darstellen.

Wer seinen Boden bislang in mindestens drei separaten Schritten reinigt, wird mit dem 3-in-1-System die Anzahl der Arbeitsschritte und die Gesamtzeit tatsächlich reduzieren. Menschen, die an den klassischen Eimer und Wischmopp gewöhnt sind, müssen sich möglicherweise kurz an die automatische Schmutzwassersammlung gewöhnen. Es empfiehlt sich, das Gerät zunächst in weniger beanspruchten Bereichen auszuprobieren – im Flur oder Hauswirtschaftsraum – bevor man sich ans Wohnzimmer mit Laminatboden wagt. Das schrittweise Kennenlernen des Geräts hilft dabei, seine Möglichkeiten besser einzuschätzen und den richtigen Betriebsmodus für die verschiedenen Bodentypen in der eigenen Wohnung einzustellen.

Author

  • Anja Klein ist eine professionelle Journalistin und Fotografin, die ihr Hobby zu einem groß angelegten Medienprojekt ausgebaut hat. Sie kaufte einen typischen deutschen „Klassischen Schrebergarten“ (ein kleines Mietgrundstück innerhalb der Stadtgrenzen) und dokumentiert seitdem jeden Schritt seiner Umgestaltung. Ihr Blog vereint visuelle Inspiration mit akribischer Praxis.

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