Verzweifelter Putin holt sich 3 Milliarden Dollar von russischen Oligarchen zur Haushaltssanierung

Eine unerwartete Finanzspritze für die russische Staatskasse

Wenn ein Land unter massivem wirtschaftlichem Druck steht, suchen seine Führungskräfte nach kreativen Wegen, um den Haushalt im Gleichgewicht zu halten. Das gilt besonders in Zeiten eines zermürbenden Krieges, der inzwischen in sein fünftes Jahr geht.

Diesmal kam die Lösung aus einer überraschenden Richtung – von einer Gruppe der reichsten Männer Russlands, die einen außerordentlichen Beitrag zur Staatskasse leisteten.

Ein massiver Geldzufluss

Russische Oligarchen übergaben der Staatskasse beeindruckende 220 Milliarden Rubel, umgerechnet rund 3 Milliarden US-Dollar. Diese Summe übersteigt das ursprünglich vom Kreml für dieses Jahr eingeplante Volumen privater Spenden um das fast 130-Fache.

Laut verfügbaren Haushaltsdaten hatte der Staat anfangs nur mit einem winzigen Bruchteil dieser Summe gerechnet. Und offenbar ist noch kein Ende in Sicht – ein anonymer Bundesbeamter erklärte, dass das Gesamtvolumen der Unternehmensbeiträge bis zum Ende des Haushaltsjahres auf bis zu 300 Milliarden Rubel anwachsen könnte.

Was hinter verschlossenen Türen geschah

Die ganze Angelegenheit begann bei einem privaten Treffen im März. Damals brachte ein einflussreicher russischer Unternehmer die Idee freiwilliger Unternehmensbeiträge zugunsten des Staates ins Spiel.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow stellte anschließend klar, dass Präsident Wladimir Putin selbst von den Unternehmern kein Geld verlangt hatte – trotz anfänglicher Spekulationen in den Medien. Peskow bestätigte jedoch, dass Putin diese private Initiative unterstützte.

Nach Angaben aus gut informierten Kreisen soll der Milliardär und Senator Suliman Kerimow hinter der gesamten Idee stecken, der angeblich persönlich 100 Milliarden Rubel zusagte, um die Aktion ins Rollen zu bringen.

Damit die Transaktionen möglichst wenig Aufmerksamkeit erregen, überweisen die Oligarchen das Geld nicht direkt über ihre Hauptunternehmen. Stattdessen fließen die Mittel über weniger bekannte Holdinggesellschaften und private Unternehmensstiftungen.

Ein Pflaster für den bröckelnden Haushalt

Auch wenn die milliardenschweren Zuwendungen nur einen kleinen Teil der gesamten Staatsausgaben ausmachen, sind sich Finanzanalysten einig, dass sie helfen werden, ein wirklich schmerzhaftes Loch in den russischen Staatsfinanzen zu stopfen.

Experten zufolge könnten diese Mittel bis zu 15 Prozent des stetig wachsenden Haushaltsdefizits abdecken. Allein von Januar bis April weitete sich das Defizit aufgrund enormer Verteidigungsausgaben auf fast 80 Milliarden Dollar aus.

Das russische Finanzministerium und die Zentralbank hatten die Staatsführung zuletzt gewarnt, dass die gesamte russische Wirtschaft in Gefahr sei, sollten die Rüstungsausgaben nicht deutlich reduziert werden.

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  • Anja Klein ist eine professionelle Journalistin und Fotografin, die ihr Hobby zu einem groß angelegten Medienprojekt ausgebaut hat. Sie kaufte einen typischen deutschen „Klassischen Schrebergarten“ (ein kleines Mietgrundstück innerhalb der Stadtgrenzen) und dokumentiert seitdem jeden Schritt seiner Umgestaltung. Ihr Blog vereint visuelle Inspiration mit akribischer Praxis.

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