Russland kündigt Fortsetzung des Krieges an
Nach einem massiven ukrainischen Drohnenangriff auf Sankt Petersburg und die umliegende Region Leningrad hat der Kreml bekräftigt, dass Russland seinen Militäreinsatz in der Ukraine fortsetzen wird. Der Angriff ereignete sich ausgerechnet am Eröffnungstag des Internationalen Wirtschaftsforums von Sankt Petersburg (SPIEF).
Russlands Präsident Wladimir Putin hatte sich zu diesem Zeitpunkt auf seine Teilnahme an der hochkarätigen Veranstaltung vorbereitet – einem der bedeutendsten Wirtschaftstreffen im Kreml-Kalender.
Die Reaktion des Kremls
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow äußerte sich öffentlich zu dem Angriff und erklärte, dass Russlands Militäroperationen in der Ukraine genau diesem Zweck dienten: weitere Angriffe auf russisches Territorium zu verhindern.
„Um solche Angriffe zu unterbinden, wird die Spezialmilitäroperation fortgesetzt“, so Peskow in seiner Stellungnahme. Er warnte darüber hinaus, dass Moskaus Reaktionen auf vergleichbare Attacken künftig „systematisch“ erfolgen würden.
Es war die erste offizielle Reaktion des Kremls nach dem nächtlichen Angriff.
Getroffene Ziele und Schäden
Ukrainische Drohnen nahmen in der Nacht vom 2. auf den 3. Juni mehrere Standorte in der Region Leningrad sowie in Sankt Petersburg selbst ins Visier. Russische Behörden gaben an, dass die Luftabwehr insgesamt 59 Drohnen abgeschossen habe.
Gleichzeitig bestätigten die Behörden, dass mehrere Stadtbezirke Sankt Petersburgs getroffen wurden – darunter Kronstadt, Kirowsk und Krasnoselski. An einem strategisch wichtigen Ölterminal in der Stadt brach nach dem Angriff ein Brand aus, und russische Stellen meldeten erhebliche Schäden an der Anlage.
Das Forum läuft weiter
Der Angriff fiel zeitlich mit der Eröffnung des Internationalen Wirtschaftsforums von Sankt Petersburg zusammen, das vom 3. bis zum 6. Juni stattfindet. Kreml-Angaben zufolge waren Vertreter aus mehr als 100 Ländern als Teilnehmer erwartet worden.
Das Veranstaltungsgelände Expoforum befindet sich rund 17 Kilometer vom betroffenen Ölterminal entfernt. Berichten zufolge war eine gewaltige Rauchsäule vom Brand noch am ersten Forumstag über weiten Teilen der Stadt sichtbar.
Selenskyjs Stellungnahme
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass bei dem Angriff „wichtige Ziele“ getroffen worden seien. Er betonte, dass Sankt Petersburg etwa 1.100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liege, und ordnete die Operation als Teil einer längerfristigen ukrainischen Strategie gegen russische Militär- und Wirtschaftsinfrastruktur ein.
„Unser langfristiger Sanktionsplan wird genau so umgesetzt, wie es nötig ist, um den Frieden näherzubringen“, sagte Selenskyj.













