Trump: „Ich bin größer als Elvis – und ich brauche keine Gitarre“

Ein umstrittener Präsident rückt ins Zentrum

Der Präsident hat eine ziemlich provokante neue Selbsteinschätzung geäußert – und die sorgt für Gesprächsstoff.

Die Pläne für eines der größten öffentlichen Ereignisse anlässlich des 250-jährigen Jubiläums der USA nehmen eine unerwartete Wendung, noch bevor die Feierlichkeiten überhaupt begonnen haben.

Absagen häufen sich

Mehrere Musiker, die ursprünglich für ein gigantisches Fest auf der National Mall in Washington gebucht worden waren, haben ihre Teilnahme zurückgezogen. Das hat die Veranstalter dazu veranlasst, Donald Trump persönlich in den Mittelpunkt der Eröffnungsfeier zu stellen.

Der Präsident soll nun die Hauptattraktion beim Auftakt der mehrtägigen Feierlichkeiten sein, die nächsten Monat stattfinden.

Prominente Abgänge werfen Fragen auf

Die Organisatoren der Great American State Fair hatten ursprünglich ein großangelegtes Unterhaltungsprogramm geplant – mit Musikauftritten, Ausstellungen der Bundesstaaten, Fahrgeschäften und Attraktionen, die sich vom Kapitol bis zum Washington Monument erstrecken sollten.

In den vergangenen Wochen wuchs die Liste der Absagen jedoch stetig. Rockmusiker Bret Michaels war der jüngste Künstler, der seine Teilnahme zurückzog. Er begründete dies damit, dass die Veranstaltung nicht mehr dem überparteilichen Charakter entspreche, den er ursprünglich erwartet hatte. Damit war er bereits der fünfte Künstler, der das Konzertprogramm verließ.

Die Veranstalter haben sich bislang nicht öffentlich zu den genauen Hintergründen der Absagen geäußert.

Trump übernimmt das Rampenlicht

Nach den Rückzügen gab Freedom 250 bekannt, dass Trump das Jubiläumsfest nun persönlich eröffnen wird. Die Organisation schrieb in sozialen Netzwerken, der Präsident werde „diese historische Feier persönlich einläuten“.

Damit rückt Trump ins Zentrum eines Ereignisses, das eigentlich den 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit würdigen soll. Freedom 250 wurde durch eine Partnerschaft zwischen dem Weißen Haus und Bundesbehörden ins Leben gerufen, um landesweite Jubiläumsveranstaltungen zu koordinieren.

Der Präsident: Konzerte braucht es vielleicht gar nicht

Auf seiner Plattform Truth Social kommentierte Trump die Entwicklungen und behauptete, das öffentliche Interesse an seiner Person könne das Interesse an den abgesagten Musikacts bei weitem übertreffen.

„Tatsache ist, dass ich nach Ansicht vieler die größte Attraktion bin, wo immer ich auf der Welt auftrete“, schrieb Trump. Er fügte hinzu, er ziehe „weit größere Menschenmengen an als Elvis in seinen besten Zeiten“ – und das „ohne Gitarre“.

Seine Aussagen deuteten zugleich an, dass die Veranstalter möglicherweise vom ursprünglich konzertlastigen Konzept abrücken könnten.

Rally könnte die Auftritte ersetzen

Trump verriet, dass er seine Mitarbeiter angewiesen hat, eine alternative Veranstaltungsform zu prüfen – nämlich eine große öffentliche Massenkundgebung.

„Ich weise meine Vertreter an, die Möglichkeit einer AMERICA IS BACK Rally zu untersuchen“, schrieb er. Ein solcher Kurswechsel würde den Charakter eines Ereignisses grundlegend verändern, das ursprünglich als breites, nationales Volksfest mit Unterhaltung aus allen Landesteilen beworben worden war.

Offene Fragen vor dem großen Fest

Die Great American State Fair ist vom 25. Juni bis zum 10. Juli geplant und gilt als eines der ambitioniertesten Projekte rund um das 250-jährige Jubiläum der Vereinigten Staaten.

Offen bleibt nun, ob Musik überhaupt noch eine zentrale Rolle spielen wird – oder ob das Rampenlicht fast vollständig dem Präsidenten selbst gehören wird.

Author

  • Anja Klein ist eine professionelle Journalistin und Fotografin, die ihr Hobby zu einem groß angelegten Medienprojekt ausgebaut hat. Sie kaufte einen typischen deutschen „Klassischen Schrebergarten“ (ein kleines Mietgrundstück innerhalb der Stadtgrenzen) und dokumentiert seitdem jeden Schritt seiner Umgestaltung. Ihr Blog vereint visuelle Inspiration mit akribischer Praxis.

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