Mit Plakaten an der Marienstraße in Feldhausen macht die Initiative Feldhausen ihren Unmut über den Bebauungsplan 97 der Stadt Bottrop deutlich.

Mit unserer Protestaktion wollen wir unsere Forderungen bekräftigen. Trotz der Pandemie-Situation, die Bürgerversammlungen unmöglich macht, wollen wir signalisieren, dass in Feldhausen zurzeit die Erschließung weiterer Neubaugebiete aus unserer Sicht keinen Sinn macht.

 

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Den nachfolgenden Text haben wir für die Presse geschrieben. Der Einfachheit halber ist unsere Pressemitteilung hier zu lesen:

Bürgerinitiative gegen Baugebiet

Bernd Maaßen und Georg Hönes von der Initiative Feldhausen können die Planungen für ein weiteres Neubaugebiet nicht nachvollziehen. Auf ihren Plakaten kritisieren sie den Flächenfraß, das überaus starke Wachstum Feldhausens in den letzten Jahren und das Fehlen von Kita-Plätzen. Stattdessen fordern sie ein schlüssiges Gesamtkonzept für Feldhausen. „Nach Zahlen des Amtes für Informationsverarbeitung der Stadt Bottrop ist die Einwohnerzahl in Feldhausen in den letzten 15 Jahren um knapp 20% gewachsen; rund 25 ha landwirtschaftlicher und ökologischer Flächen fielen den Neubaugebieten zum Opfer. Dies sei, betont er, gerade für einen kleinflächigen Ortsteil wie Feldhausen, ein enormer Flächenverlust. „Die Infrastruktur ist hingegen nicht parallel weiterentwickelt worden.“, betont Bernd Maaßen. „Der Kindergarten unseres kleinen Dorfes kann durch die massive Ausweisung von Neubaugebieten und den damit verbundenen Zuwachs an Kindern, die einen Betreuungsplatz benötigen, diesen Feldhausener Kindern keinen Betreuungsplatz anbieten.“, so Bernd Maaßen weiter. „Wir fordern die Stadt Bottrop und die Kommunalpolitiker dazu auf, sich mit uns Bürgerinnen und Bürgern in eine faire Diskussion zu begeben und die Situation in Feldhausen zu prüfen.“ fordert Georg Hönes. „Zusammen könne man dann Stärken und Schwächen der jetzigen Planungen analysieren und gemeinsam sinnvolle und wirksame Maßnahmen für die Entwicklung Feldhausens für die kommenden 10 oder 20 Jahren erarbeiten. Solche Gesamtkonzepte gibt es bereits in anderen Kommunen.“, so Hönes weiter, der ebenfalls in der Bürgerinitiative engagiert ist. „Die Stadt Bottrop versteht unter Entwicklung von Feldhausen, leider nur die Ausweisung weiterer reiner Wohngebiete. In Feldhausen profitiert davon niemand -  außer den Investoren!“, glaubt Bernd Maaßen. Die Feldhausener Bürger*innen tragen zudem die nicht unerheblichen Folgekosten einer solchen Bebauung.

Völlig vernachlässigt werde, so Georg Hönes, auch der Naturschutzaspekt. Zwei Magerwiesen, die als Ausgleichsfläche für das zuletzt entstandene Neubaugebiet „Gertskamp“ angelegt wurden und inzwischen von zahlreiche Pflanzen- und Tierarten als neuer Lebensraum zurückerobert wurden, sollen der Bebauung des BPs 97 zum Opfer fallen. Es sei unsinnig, solche Lebensräume erst mit hohem finanziellem Aufwand zu schaffen, um sie dann kurzfristig für weitere Baumaßnahmen wieder zu vernichten, beklagt der Sprecher der Initiative.

 

 

Stopp der laufenden Planungen gefordert

Der Zusammenschluss von über 80 Bürger*innen fordert konkret den sofortigen Stopp der Planungen zur Bebauung an den Straßen Am Kuhberg, Hohes Feld und Grüner Weg (Bebauungsplan 97). Die Stadt Bottrop hat hierzu im Jahr 2019 die Aufstellung des Bebauungsplans für die Flächen beschlossen, nachdem Investoren aus Bottrop die Aufstellung eines Bebauungsplans angestoßen hatten. Die beiden Investoren, die die Flächen von einem weiteren Investor zuvor erworben hatten, möchten hier bis zu 60 Wohneinheiten in Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und öffentlich geförderten Wohnungsbau in bis zu 3 1/2-geschossigen Mehrfamilienhäusern errichten.

 

Petition zum KiTa Notstand noch aktiv

Das Problem der fehlenden Infrastruktur in Feldhausen, insbesondere der fehlenden Kita-Plätze, ist für die Feldhausener Bürger*innen ein besonders wichtiges Thema. Die Bürgerinitiative hat dazu eine Onlinepetition gestartet. „Wir haben in kürzester Zeit und trotz Pandemie bereits über 280 digitale Unterschriften gesammelt. Wir gehen davon aus, dass noch mehr betroffene Familien unsere Petition unterstützen.“, erläutert Georg Hönes, Sprecher der Bürgerinitiative. „Die Stadt Bottrop scheint die Sorgen und Nöte junger Familien zu ignorieren und plant weiter fleißig Neubaugebiete in Feldhausen, obwohl schon jetzt zu wenige KiTa-Plätze zur Verfügung stehen“, kritisiert Bernd Maaßen, der selbst dreifacher Familienvater ist und Probleme hatte für seine Kinder Betreuungsplätze zu finden. Die Petition kann unter: https://www.openpetition.de/petition/online/kita-notstand-in-kirchhellen weiter von jedem Unterschrieben werden.

 

Plakate als PDF:

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