Kein Bedarf

Kirchhellener Bürger*innen schließen sich zu Recht in Bürgerinitiativen zusammen, um den durch die massive Ausweisung von Neubaugebieten bedingten Flächenfraß in Kirchhellen Einhalt zu gebieten. Vor dem Hintertgrund aktuellen Zahlen und Untersuchungsergebnissen scheint die massive Ausweisung von weiteren Neubaugebieten stadtplanerisch keinen Sinn zu ergeben.
 
So verweist die WAZ vom Mittwoch, 4.11.2020 unter der Rubrik "Wirschaft" im Artikel "Zu wenig Neubau in Großstädten" in einer Grafik darauf , dass in Bottrop der Bedarf an Wohnungen zu 100% bis 120% gedeckt sei!
 
Weiterhin belegt eine neue Studie des Forschungsinstitutes GEWOS im Auftrag des Landesbauministeriums NRW, veröffentlich in der WAZ; Freitag, 06.11.2020; Rubrik: "Aus der Region"; Artikel: "Der Wohnungsmarkt bis 2040":  "In Kommunen wie Bottrop und Hagen ... wiederum sehen die Forscher bis 2040 quantitativ gar keinen Neubaubedarf mehr, dafür jedoch einen starken Umbau- und Rückbaubedarf. Unmoderne, zu große oder schlecht gelegene Wohnungen müssen einem modernen Angebot weichen. In vielen Ein- und Zweifamilienhäusern der 50er und 60er-Jahre könnte etwa der Generationenenwechsel staatlich gefördert werden."
 
Die Entscheidungsträger in Bottrop scheinen sich vor diesem Hintergrund nicht ausreichend zu informieren und fachbezogene Gutachten nicht zu lesen. Sie scheinen sich über fundierte Untersuchungsergebnisse bei ihrer Entscheidungsfindung hinweg zu setzen. Die Frage lautet: "Warum werden weiterhin BAugebiete in Kirchhellen ausgewiesen"?" Vielleicht ergibt sich eine Antwort, wenn man darüber nachdenkt, wer von den Bebauungsplänen letztendlich  profitiert.
 
Georg Hönes (Sprecher der Initiative Feldhausen)
 

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